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11.05.2009: DGzRS-Einheit bereit, den niederländischen Kollegen zu helfen
Veröffentlicht am Freitag 22 Mai 2009 03:10:00 von admin

Seenotrettung international

"Alfried Krupp" unterstützte Kutterbergung bei Rottumer Plate 

SK Alfried Krupp
SK "Alfried Krupp" - Foto: S. Siekmann



Am 11. Mai 2009 wurde gegen 11:30 Uhr die Besatzung des niederländischen Rettungsbootes "Jan en Titia Visser"  alarmiert, da der 19,5 Meter lange Kutter "Lummetje - UK 165" (48 BRZ) aus dem niederländischen Fischerort Urk mit einem Netz in der Schraube manövrierunfähig nördlich der Rottumer Plate trieb.

Durch Vor- und Zurück-Fahrmanöver im Bemühen, die Schraube wieder klar zu bekommen, war die Kupplung defekt geworden, die Hydraulikpumpe fiel aus, und das Schiff war nun gänzlich antriebslos. Die Netze hingen über Bord und konnten nicht mehr eingeholt werden. Um 12.45 Uhr war das Rettungsboot vor Ort und übergab eine Schlepptrosse. Der Kutter lag zu dieser Zeit vor Anker, aber er befand sich bereits in der Brandung der Plate. Alle hydraulischen Einrichtungen waren ausgefallen, so dass der Anker nicht mehr gelichtet werden konnte. Darum musste die Ankertrosse gekappt werden.

Der Borkumer Seenotkreuzer "Alfried Krupp" war angesichts der kritischen Lage von 13 bis 15 Uhr auf Standby. Als der Seegang geringer wurde, kehrte er auf seine Station zurück. Nachdem angeschleppt worden war, stellte sich heraus, dass der Kutter von den außenbords hängenden Netzen fortwährend nach Backbord gezogen wurde, sodass zusätzlich ein Schlepper geordert wurde. Der "Jan en Titia Visser" war es alleine nicht möglich, den Havaristen gegen den Ebbstrom nach Eemshaven einzubringen. Um 17.25 Uhr war der Schlepper "Gruno IV" vor Ort und übernahm den Havaristen. Das Rettungsboot eskortierte den Schleppzug, bis er um 19.30 Uhr an einer Schwimmbrücke im Binnenhafen von Eemshaven fest war. Dabei fungierte es auch als Heckschlepper. Um 20.00 Uhr war der Einsatz beendet.

Quelle: SOS-Seenot/Tim Schwabedissen



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