Zwei neue Seenotkreuzer sind von der DGzRS bei der Fassmer-Werft in Berne/Motzen (Weser) in Auftrag gegeben worden. Die ca. 20 Meter langen Spezialschiffe sollen in der zweiten Jahreshälfte 2008 abgeliefert werden.
Auf der Basis eines seit Jahrzehnten als extrem seetüchtig bewährten Rumpfes ist von der DGzRS ein neues, kompaktes Einsatzfahrzeug entwickelt worden, das in der Lage ist, die Lücke zwischen den Seenotrettungsbooten von maximal 10,1 Meter und den derzeitig kleinsten Seenotkreuzern von 23 Meter Länge zu schließen.
Der neue Seenotkreuzer misst in der derzeitigen Planung 19,90 Meter Länge und 4,75 Meter Breite. Der Konstruktionstiefgang ist mit 1,30 Meter angegeben, die Verdrängung knapp 40 Tonnen.
Die Maschinenleistung liegt bei 1200 kW/1660 PS, die Höchstgeschwindigkeit bei 22 Knoten.
Ein Modell wurde im Schleppkanal der Hamburgischen Schiffbau-Versuchsanstalt getestet und durchlief dabei ausführliche Versuchsreihen in typischen, aber extremen Situationen, wie sie im Alltag der Seenotretter nicht selten sind.

Erste Skizze des neuen Kreuzertyps (Quelle: DGzRS)
Der erste Neubau wird seinen Dienst von der Station Greifswalder Oie in der Ostsee voraussichtlich im Herbst 2008 aufnehmen.
Spender haben die Möglichkeit, an der Namengebung für die neuen Seenotkreuzer mit der internen Baubezeichnung SK 30 und SK 31 mitzuwirken. Traditionell werden auch Neubauten bei der DGzRS ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanziert.

Modell der neuen Kreuzerklasse bei ersten Schwimmversuchen bei der Hamburgischen
Schiffbauversuchsanstalt (Foto: DGzRS-Jahrbuch 2006)
(Quelle: DGzRS)
Sobald weitere Einzelheiten oder Neuigkeiten über diesen neuen Schiffstyp vorliegen, werden Sie an dieser Stelle darüber informiert werden.