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Fahrzeuge der DGzRS - Seenotkreuzer 26 m-Klasse (historisch)




Diese Klasse ist eine Weiterentwicklung der Theodor-Heuss-Klasse mit leistungsfähigerem Tochterboot. Die Einheiten wurden in den Jahren 1963 - 1965 in Dienst gestellt.
Die Tochterboote wurden aufgrund des schrecklichen Unglücks der "Adolph Bermpohl" am 23. Februar 1967 vor Helgoland nachträglich zum Selbstaufrichter umgebaut.


1993 erolgte die Außerdienststellung des letzten Kreuzers dieser Klasse bei der DGzRS.


Länge:

26,60 m

Breite:

5,60 m

Tiefgang:

1,62 m

Leistung:

2400 PS aus 3 Maschinen

Verdrängung:

90 t

Besatzung:

8

Geschwindigkeit:

24 Knoten

Ausrüstung:

Tochterboot:

Länge:

8,50 m

Tiefgang:

0,75 m

Leistung:

100 PS

Geschwindigkeit:

13 Knoten

 


“Georg Breusing”, 1984 im Schutzhafen von Borkum, fotografiert von B. Gersberg

Einheiten:

Name/
Namensgebung

DGzRS-
Nr.

Baujahr

Bauwerft/
Werftnr.

Stationierung(en)

Tochterboot/
Namensgebung

Besonderheiten

Georg  Breusing
Der Emder Zollinspektor Georg Breusing (1820 - 1882) gründete 1861 den "Verein zur Rettung Schiffbrüchiger in Ostfriesland".

KRS  6

1963

Abeking &  Rasmussen, Lemwerder

1963 - 1988: Borkum
1988: ausser Dienst

Engelke (KRT 6)
nach der Figur im Emder Stadtwappen “ENGELKE UP DE MUER” benannt.

Am 23.12.1988  Übergabe an einen privaten Förderverein in Emden; liegt jetzt in Emden als Museumsschiff.

Arwed  Emminghaus
Dr. A. Emminghaus  war Mitbegründer der DGzRS

KRS  7

1965

Schweers,
Bardenfleth
6389

1965 - 21.09.1985: Cuxhaven
1985 - 1993: Grömitz
1993: ausser Dienst

Alte Liebe (KRT  7)
soll an den  Anleger in Cuxhaven, den ersten Einsatzort der A. Emminghaus,  erinnern

1993 verkauft an den  isländischen Rettungsdienst,  versah dort bis Juni 2007 unter dem Namen Hannes Hafstein seinen Dienst. Danach wurde das Schiff wieder nach Deutschland überführt. Nach einer Restaurierung soll es zu einem fahrfertigen Exponat in einem privaten Museum in Rostock werden.

Adolph Bermpohl
A. Bermpohl war einer der Mitbegründer der DGzRS

KRS  8

1965


1965 - 1979: Helgoland
1979 - 1989 : List/Sylt
1989: ausser Dienst

Vegesack (KRT  8)
benannt nach dem  Bremer Stadtteil, in dem die DGzRS ihren Sitz hat

23.02.1967: bei  einem tragischen Unglück kam die gesamte  Besatzung der A. Bermpohl vor Helgoland ums Leben, der Kreuzer üerstand dieses Unglück jedoch fast unbeschädigt.
Danach erfolgte ein Umbau, u.a. wurde der obere Fahrstand  überdacht.
1989: verkauft an den finnischen Rettungsdienst, wo der Kreuzer  den Namen “Russarö” erhalten hat. Dort wurde das Schiff Ende 2001  verschrottet.


"Arwed Emminghaus" mit zum Selbstaufrichter umgebauten Tochterboot und SAR-Markierungen am Bug
(Foto: DGzRS)

 


Die Hannes Hafstein, ex-Arwed Emminghaus, im Juni 2007 im Rostocker Hafen,unmittelbar nach ihrer Außerdienststellung in Finnland
Foto: Volker Koch

Sicherlich erwähnenswert ist, dass im Mai 1966 bei der Schweers-Werft von US-amerikanischen Lotsen aus Astoria im Bundesstaat Oregon an der Mündung des Columbia River ein Schiff auf Basis der 26,6-m-Klasse bestellt worden ist.

Die Lotsen hatten von dem damals neuen deutschen Kreuzertyp gelesen und in Zusammenarbeit mit der Bauwerft einen an die "Arwed Emminghaus" angelehntes Lotsenversetzboot mit Tochterboot bestellt. Das Schiff mit dem Namen "Peacock" hatte teilweise geringfügige Maßabweichungen zu den deutschen Kreuzern.


Peacock

Die "Peacock" wurde am 5. Juni 1967 in der Werft getauft und nach der Verschiffung in die USA dort im August 1967 in Betrieb genommen.

Im Juni 2001 wurde die "Peacock" außer Dienst gestellt und ist heute ein Exponat des Schifffahrtsmuseums von Astoria.


Die Peacock (oben) in Zusammenarbeit mit der Columbia


(ich bedanke mich bei Herrn Dr. Christian Ostersehlte von der Lürssen-Werft für die Informationen zur "Peacock" sowie bei den Columbia River Bar Pilots für die Genehmigung zur Verwendung der Fotos)


letzte Aktualisierung: 21. Juni 2007








Publiziert am: 2004-05-26 (2454 mal gelesen)
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